Nestl Aktie
Analyse vom 2011-03-14
Nestlé ist trotz hoher Rohstoffpreise und starkem Schweizer Franken wieder auf Kurs. Der Umsatz stieg 2010 um 2%, im Kerngeschäft mit Nahrungsmitteln um 4%. Das organische Wachstum betrug 6,2% und übertraf damit die Konzernprognose. Geholfen haben Preiserhöhungen und zweistellige Wachstumsraten in den Schwellenländern. Selbst weitgehend gesättigte Märkte wie Westeuropa und Nordamerika sowie die lange Zeit problembehaftete Wasser-Sparte verbuchten Zuwächse. Der Gewinn hat sich aufgrund des Erlöses von 24,5 Mrd SFr aus dem Alcon-Verkauf mehr als verdreifacht, ist aber im fortgeführten Geschäft um 5% auf 8,8 Mrd SFr gesunken. Dagegen sorgten eine höhere Effizienz sowie Einsparungen in Vertrieb und Einkauf für eine Verbesserung der operativen Marge auf 13,4%. Dank weltbekannter Marken kann Nestlé Preiserhöhungen durchsetzen und so steigende Kosten für Rohstoffe kompensieren. Der Konzern erwartet daher 2011 eine weitere Verbesserung der operativen Marge sowie ein organisches Wachstum von 5 bis 6%. Hohes Wachstum versprechen Produkte und Dienstleistungen für Hotels, Restaurants und Cafés. In diesem 500 Mrd SFr schweren Food-ServiceMarkt hat Nestlé erst einen Marktanteil von 1,7%. Viel versprechend sind daneben Produkte mit Gesundheitsnutzen sowie die neuen Kaffeesorten und Nespresso-Maschinen. Nestlé gewinnt weltweit ständig Marktanteile hinzu. Organisches Wachstum, Margenentwicklung und Bilanz sind branchenweit herausragend.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-09-13
Die Verbraucher verzichten auch in Krisenzeiten nicht auf ihre Lieblingsmarken. Dies belegen die Halbjahreszahlen von Nestlé. Der Umsatz stieg um 5,9%, organisch um 6,1%, und der Gewinn um 7,5%, pro Aktie sogar um 13,6%. Die operative Marge verbesserte sich von 14,1 auf 15,1%. Zu den V erkaufsschlagern gehörten einmal mehr die Kaffeekapseln Nespresso, die um 25% zulegten und im Gesamtjahr 3 Mrd SFr erlösen sollen. Anders als Danone und Unilever ist Nestlé selbst in Europa leicht gewachsen, und auch das Geschäft mit Mineralwasser erzielte nach einer längeren Schwächephase wieder Zuwächse. Nestlé erwartet zwar im 2. Halbjahr höhere Kosten für Milch, Kaffee, Kakao und Weizen. Im Gegensatz zur Konkurrenz gelingt es dem Konzern aber, diese zum Teil durch Einsparungen und Effizienzverbesserungen auszugleichen und auch an die Kunden weiterzugeben. Entsprechend wurde die Jahresprognose angehoben. Das Management strebt jetzt ein organisches Umsatzwachstum von 5% sowie eine höhere operative Marge an. 2009 lag diese bei 14,6%. Vor kurzem hat Nestlé den Verkauf des restlichen 52%-Anteils am Augenheilmittel-Hersteller Alcon an Novartis abgeschlossen. Mit dem Erlös von 28,3 Mrd $ wird Nestlé das Aktienrückkaufprogramm fortsetzen, Schulden abbauen, das Engagement im Kaffee-Segment ausbauen und seine Präsenz in den Schwellenländern stärken, wo der steigende Wohlstand langfristig hohes Wachstum verspricht. Dort wuchs der Umsatz im 1. Halbjahr um über 10%.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
