Holcim Aktie

Analyse vom 2010-11-15

AT&S hat das 1. Halbjahr mit einem Rekordumsatz und einem Gewinn von 19,1 Mio € abgeschlossen. Die Investitionen stiegen erneut deutlich an, was auf den Kapazitätsausbau in China und Indien zurückzuführen ist. Dadurch hat sich der Verschuldungsgrad auf 72% erhöht, was aber noch unter dem Grenzwert von 80% liegt. Seine Jahresprognose hatte AT&S bereits im Juli zum zweiten Mal angehoben. Das Management erwartet jetzt einen Umsatz zwischen 470 und 500 Mio € sowie eine operative Marge von 9%. Nach 6 Monaten lag sie schon bei 10,2%. Das Unternehmen profitiert vom starken Absatzwachstum bei Tablet-PCs sowie Smartphones, deren Marktdurchdringung aber erst bei 20% liegt. Marktforscher haben für 2013 einen Wert von 40% prognostiziert. Entsprechend erwarten wir in der Sparte Mobile Devices, welche 60% des Gesamtumsatzes ausmacht, weiterhin starkes Wachstum. Aber auch die Sparten Industrie und Automotive entwickeln sich gut, hauptsächlich wegen der deutschen Großkunden, die sich einer hohen Nachfrage aus China erfreuen. Dieser Trend dürfte sich in den kommenden Quartalen fortsetzen. Daneben setzt das Unternehmen jetzt auch auf Photovoltaik und steht vor der Markteinführung effizienter und platzsparender Solarzellen. Zudem hat AT&S eine neue Technologie zur Einbettung von aktiven und passiven elektronischen Komponenten zur Serienreife gebracht und damit seine Innovationskraft erneut unter Beweis gestellt. AT&S steht für asiatisches Wachstum mit europäischer Qualität.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-05-17

AT&S hat 2009 bei weniger Umsatz seinen Verlust wie erwartet deutlich ausgeweitet. Aber auch ohne die Einmalaufwendungen zum Jahresauftakt rutschte AT&S noch in die roten Zahlen. Die Nettoverschuldung wurde um 26,4 Mio auf 148 Mio € reduziert. Da auch das Eigenkapital sank, stieg der Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung/Eigenkapital) auf 71%. Er liegt aber noch unter dem Grenzwert von 80%. AT&S hatte auf die Verluste im 1. Quartal mit einem umfassenden Kostensenkungsprogramm, der Restrukturierung des Standortes Leoben und intensivierten Vertriebsaktivitäten reagiert. Dadurch konnte die Kostenbasis deutlich verringert werden. Nach dem schwachen 1. Quartal ging es nur noch bergauf. Das 4. Quartal hat dann den nachhaltigen Erfolg der Restrukturierung bestätigt. Die operative Marge lag schon wieder bei 6,2%. Auch 2010 wird gespart, vor allem durch die Verlagerung des Hauptquartiers von Wien nach Leoben. Für das Gesamtjahr plant AT&S einen Umsatz von 435 Mio € und eine operative Marge von mehr als 7%. Helfen sollen angesichts der anhaltend hohen Nachfrage nach Leiterplatten zusätzliche Produktionskapazitäten am Standort Shanghai und in Indien. Die dafür vorgesehenen Investitionen von 80 Mio € könnten aber den Verschuldungsgrad auf 100% erhöhen. Zudem bereitet AT&S den Einstieg in die Solartechnik vor. Zusammen mit der niederländischen Solland will A T&S eine neue Generation von Solarmodulen fertigen, wobei die AT&S-Leiterplattentechnologie den Wirkungsgrad der Zellen erhöhen soll.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2009-11-16
2 Analyse vom 2009-05-18
3 Analyse vom 2008-11-17
4 Analyse vom 2008-05-19
5 Analyse vom 2007-11-13
6 Analyse vom 2007-05-15
7 Analyse vom 2006-11-14
8 Analyse vom 2006-05-15
9 Analyse vom 2005-11-14