Credit Suisse Aktie
Analyse vom 2010-11-15
Die Credit Suisse hat im 3. Quartal 2010 aufgrund der schwierigen Marktbedingungen einen massiven Einbruch des Gewinns vor Steuern um 72% auf 1,0 Mrd SFr erlitten. Hintergrund ist der ungewöhnlich starke Rückgang des Gewinns im Kernsegment Investmentbanking. In dieser Sparte brach der Gewinn infolge sinkender Kundenvolumen und des saisonalen Abschwungs um 77% auf 395 Mio SFr stark ein. Einzig im Anleihen-, Emissions- und Beratungsgeschäft wurden gute Ergebnisse verzeichnet. In diesen Bereichen konnte bei einigen Produkten auch der Marktanteil ausgebaut werden. Zum guten Ergebnis im Anleihengeschäft trugen vor allem die hohen Erträge aus dem Handel mit verbrieften US-Privathypotheken und dem Kreditgeschäft bei. Auch das Emissions- und Beratungsgeschäft erzielte gute Ergebnisse. Zudem verlief das Anleihenemissionsgeschäft besonders mit hochverzinslichen Anleihen sehr gut. Die profitabelste Sparte war das Private Banking. In diesem Geschäftsfeld lag der Gewinn mit 836 Mio SFr auf dem Niveau des V orjahres. Hier ist das Geschäft mit vermögenden Kunden und mit Geschäfts- und Institutionellen Kunden angesiedelt. Dieser Bereich ist ein wichtiger Anbieter von Finanzierungen und Dienstleistungen für die Schweizer Wirtschaft. Die Credit Suisse ist mit einer Kernkapitalquote von 16,7% sehr stark kapitalisiert. Der Vorstand geht davon aus, dass die neuen Kapitalanforderungen einfach durch die Einbehaltung von Gewinnen erfüllt werden können.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-05-17
Die Credit Suisse hat im 1. Quartal 2010 ihren Gewinn um 2% auf über 2 Mrd SFr gesteigert. Dabei hat sich das Asset Management sehr gut entwickelt. In diesem Geschäftsfeld resultierte ein V orsteuergewinn von 166 Mio SFr. Im V orjahr war hier ein Verlust von 490 Mio SFr angefallen. Hintergrund sind Anlagegewinne in Private-Equity und im Kreditbereich. Im Privatbanking ist dagegen der Vorsteuergewinn um 10% auf 892 Mio SFr rückläufig gewesen. Allerdings sind im Vorjahr auch positive Versicherungsvergütungen angefallen. Ohne diesen Sondereffekt blieb der Gewinn auf dem Niveau des Vorjahres. Das Kernsegment Investmentbanking erlebte einen Gewinneinbruch von über einen Viertel auf 1,8 Mrd SFr. Das Vorjahresquartal war nach der Finanzkrise in der Schlussphase 2008 aber ein Ausnahmequartal. Im 1. Quartal profitierte die Credit Suisse von der Dynamik in den Schwellenländern und im Anleihengeschäft aus Kreditprodukten, Hochzinsanleihen und dem Handel mit verbrieften US-Privathypotheken. Damit konnte das schwache Marktumfeld im Zins- und Devisengeschäft kompensiert werden. Die Credit Suisse ist global sehr gut positioniert. Der Konzern belegte bei geplanten Fusionen und Akquisitionen auf dem bedeutenden amerikanischen Kontinent den ersten und weltweit den dritten Rang. Im Aktienemissionsgeschäft ist der Konzern unter den fünf besten Anbietern weltweit. Der Vorstand erwähnte zudem die gute Auftragslage im Emissions- und Beratungsgeschäft.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
