Hawesko Aktie

Analyse vom 2011-01-17

Pernod lag mit seinen Jahresergebnissen im Rahmen unserer Erwartungen. Sehr gut liefen die Geschäfte in den Schwellenländern. Aber auch in Nordamerika und vielen Ländern Europas konnte der Konzern zumindest in der zweiten Jahreshälfte leicht zulegen. Spanien, Großbritannien, Irland und Griechenland stehen jedoch aufgrund der Sparzwänge nach wie vor unter Druck. Dennoch blickt Pernod nach einem starken Jahresauftakt 2010 mit Zuversicht auf die kommenden Quartale. Vor allem die anhaltende Erholung in Westeuropa und den USA sowie ein starkes Wachstum in Asien, Russland und der Ukraine ließen den Umsatz im 1. Quartal um 14% ansteigen. Die 14 wichtigsten Marken erzielten sogar ein Wachstum von 17%. Besonders gefragt waren die Marken Jameson und Martell. Aussagen zur Ergebnisentwicklung hat der Konzern nicht getroffen. Auch ein konkreter Jahresausblick fehlt noch. Auf der Agenda stehen jetzt die Stärkung der Premiummarken, Marketinginvestitionen sowie der Schuldenabbau. In diesem Zusammenhang ist der Verkauf verschiedener neuseeländischer Weinmarken für 47 Mio € an die japanische Kirin-Brauerei zu sehen. Schon im letzten Jahr ist die Bilanz stärker geworden. Im Gegensatz zum Rivalen Diageo konzentriert sich Pernod mit Erfolg auf das margenstarke Premium-Segment. Dadurch kann sich der Konzern in einem schwierigen Wirtschaftsumfeld besser behaupten. Wir erwarten in diesem und im nächsten Geschäftsjahr zweistellige Gewinnwachstumsraten.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-07-19

Pernod hatte im April sein Gewinnziel für das gerade abgelaufene Geschäftsjahr angehoben. Das Betriebsergebnis soll um 3% steigen. Bisher hatte der Konzern einen Anstieg um 1 bis 3% in Aussicht gestellt. Pernod berichtete von einer guten Geschäftsentwicklung in den meisten Teilen der Welt. Am besten verkauften sich die Marken Absolut Wodka, Jameson und Martell. Im 3. Quartal wuchs der Umsatz um 14% auf 1,54 Mrd €. Besonders gut lief es in den Schwellenländern China und Indien sowie in Russland. Auf dem wichtigen US-Markt hat sich der Konsum ebenfalls erholt. Zudem zog das Duty-Free-Geschäft wieder an. Nur in Frankreich stagnierten die Verkäufe. Schwierig gestalteten sich auch die Geschäfte in Spanien, Großbritannien und Irland. Insgesamt legten die Erlöse in Europa jedoch um 7% zu. In den ersten 9 Monaten schrumpfte der Umsatz um 4%. Grund war das krisenbedingt schwache 1. Halbjahr, als die Erlöse um 10% und der Gewinn um 2% zurückgingen. Die hohe Verschuldung nach den teuren Akquisitionen der vergangenen Jahre konnte der Konzern jedoch nicht zuletzt mit den Erträgen aus Desinvestitionen und einer robusten Cashflow-Entwicklung zurückfahren. Zum 31. Dezember belief sich die Nettoverschuldung auf 10,3 Mrd €. Das sind 565 Mio € weniger als zu Beginn des Geschäftsjahres. Trotz des starken 3. Quartals erwarten wir im Gesamtjahr einen leichten Umsatzrückgang, aber einen höheren Gewinn, zumal Pernod aktuell von der Schwäche des Euro profitiert.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-01-18
2 Analyse vom 2009-07-20
3 Analyse vom 2009-01-19
4 Analyse vom 2008-07-14
5 Analyse vom 2008-01-15
6 Analyse vom 2007-07-17
7 Analyse vom 2007-01-16
8 Analyse vom 2006-07-18
9 Analyse vom 2006-01-16