CeWe Color Holding Aktie
Analyse vom 2011-01-17
Wie in den Vorquartalen erzielte Bayer im 3. Quartal ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus. Dazu trugen günstige Wechselkurse und insbesondere die konjunkturelle Erholung der Material Science Sparte bei. Der Umsatz in der Pharma Sparte stagnierte hingegen. Grund ist das rückläufige Geschäft mit dem Verhütungsmittel Yasmin in Nordamerika, wo der Konzern mit Nachahmerprodukten zu kämpfen hat. Da auch das Pflanzenschutzgeschäft durch zunehmende Konkurrenz unter Druck gerät, will der Konzern ein Sparprogramm auflegen, die Innovationskraft stärken und den Aufbau des Geschäfts in den Schwellenländern vorantreiben. Alle diese Maßnahmen sollen laut des neuen Chefs Dekkers in einer stärkeren Umsatzrendite münden. Bis 2015 sollen die Umsätze in Asien mehr als verdoppelt werden. Beispielsweise kommen Bayers Kunststoffe als Dämmmaterial in der Bauindustrie und in Kühlprozessen zum Einsatz. Der für 2010 veranschlagte Rekordetat für Forschung und Entwicklung von 3,1 Mrd € soll auch 2011 gehalten werden. Davon fließen 67% in das Pharmageschäft, das unter dem gesundheitspolitischen Druck und der Generikakonkurrenz leidet. Noch ist das Produktportfolio mit 53 Kandidaten in der klinischen Phase 1 bis 3 gut gefüllt. Mit Xarelto, einem Medikament zur Vorbeugung von Schlaganfällen, hat Bayer nach den jüngsten Studienergebnissen sogar die Chance auf einen Blockbuster mit einem Umsatzpotenzial von bis zu 2 Mrd €.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-07-19
Bayer ist gut ins neue Geschäftsjahr gestartet und konnte ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum erzielen. Bei der Sparte Material Science hat sich das Marktumfeld schneller als erwartet stabilisiert, da es bei den Hauptabnehmerbranchen (Auto/Elektronik) wieder bergauf geht. Health Care konnte seine Umsätze und Ergebnisse leicht steigern. Das Crop Science Geschäft konnte witterungsbedingt nicht an die Rekordwerte des Vorjahresquartals anknüpfen. Unterm Strich stieg der Umsatz im 1. Quartal um 5,3% und das operative Ergebnis um 23%. Bayer geht von einer weiteren wirtschaftlichen Erholung aus. Und da die Material Science Geschäftslage überraschend stark an Dynamik gewonnen hat, hob Bayer seine Ergebnisprognose für 2010 an. Der Umsatz soll sich währungsbereinigt um 5% und das bereinigte Ergebnis je Aktie um 15 statt um 10% erhöhen. Das Wachstum von 5% soll bis 2012 anhalten. Überhaupt will der zukünftige Chef Dekkers dem Umsatzwachstum eine stärkere Priorität einräumen. Anreize fürs Management sind bis dato ausschließlich an Renditeziele geknüpft gewesen. Insbesondere die Gesundheitssparte soll durch Zukäufe gestärkt werden. Bei Crop Science will man vor allem ins Saatgutgeschäft BioSciences investieren. In die Kunststoffsparte wird weniger Geld fließen, da die mittelfristigen Aussichten mau sind: konjunkturanfällig, Zugang zu günstigen Rohstoffen wird schwieriger, wachsende Konkurrenz aus Fernost und wegbrechende Absatzmärkte (CD/DVD).
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
