SDAX

SDAX

Etwa drei Jahre nach der Einführung des Mid-Cap-DAX wurde im Jahre 1999 schließlich auch der
SDAX, also der Small-Cap-DAX, eingeführt. In den ersten Jahren waren noch 100 Unternehmen in
dem Index gelistet, bis die Anzahl in 2003 auf 50 Unternehmen reduziert wurde. Im Zuge der Index-
Neustrukturierung wurden zudem weitere änderungen vorgenommen. So können seither zum
Beispiel auch ausländische Unternehmen in den Nebenwerte-Index aufgenommen werden, was
ebenso für den MDAX und den TecDAX gilt. Für den DAX ist eine entsprechende Regelung in 2006
getroffen worden.

Heute sind im SDAX die 50 größten Unternehmen ” nach den DAX- und MDAX-Unternehmen ”
bezüglich Marktkapitalisierung und Börsenumsatz vertreten. Genau genommen sind im SDAX
dementsprechend die Unternehmen gelistet, welche nach den beiden Kriterien auf den „Rängen“ 81
bis 130 zu finden sind. Um in den Small-Cap-DAX aufgenommen zu werden, muss der entsprechende
Titel im Prime Standard gelistet sein. Der SDAX ist ebenso Teil des Prime Standards, wie die Indizes
DAX, MDAX und TecDAX.

Vierteljährliche Aktualisierung der SDAX-Zusammenstellung

Während die Zusammenstellung des MDAX nur zweimal jährlich aktualisiert wird, ist es beim SDAX
vierteljährlich der Fall. Jeweils im März, Juni, September und Dezember des Jahres wird der Small-
Cap-DAX neu zusammengestellt. Dass die Titel beim SDAX öfter aktualisiert werden, hängt unter
anderem damit zusammen, dass die Nebenwerte volatiler sind als die Titel des MDAX. Zudem sind
die Marktkapitalisierung und der Börsenumsatz deutlich geringer, so dass es häufiger und schneller
zu Verschiebungen kommen kann.


Wie der DAX und der MDAX wird auch der Nebenwerte-Index mit dem elektronischen
Handelssystem der Deutsche Börse AG (Xetra) berechnet. Die erste Berechnung durch das System
erfolgt um 9 Uhr des jeweiligen Börsentages, die letzte nach der Schlussberechnung um 17.30
Uhr. Das bis heute gültige Allzeithoch des SDAX wurde am 4. Juli 2007 erreicht, als der Index
zwischenzeitlich bei fast 6.650 Punkten lag.

SDAX (noch) im Schatten der Großen

Der Nebenwerte-Index SDAX wird zwar nach DAX und MDAX als dritte Kraft in der deutschen
Börsenlandschaft gesehen, tritt allerdings eher selten aus dem Schatten der beiden größeren Indices
und bekommt in der öffentlichkeit auch deutlich weniger Aufmerksamkeit. Diese Tatsachen werden
dem SDAX allerdings nicht gerecht, da er sich nicht nur zu einem wichtigen Index entwickelt hat,
sondern für die Trends der deutschen Nebenwerte verantwortlich ist.

Obwohl Nebenwerte naturgemäß über einen wesentlich geringeren Börsenwert verfügen als
beispielsweise die Tites des DAX, so werden sie bei Anlegern und Analysten stetig beliebter und
wichtiger. Aufgrund der größeren Volatilität der Nebenwerte, haben risikoaverse Anleger zumeist
Blue-Chips in ihrem Portfolio. Die Titel des SDAX sind vor allem bei Insidern oder Experten beliebt, da
sie über ein relativ hohes Gewinnpotenzial verfügen.

gelistete Unternehmen

Nr. Name
1 Grammer
2 Sixt
3 Indus Holding
4 Deutsche Beteiligungs AG
5 Hornbach Holding
6 Hawesko
7 CeWe Color Holding
8 GfK
9 Koenig & Bauer AG
10 Jungheinrich
11 Dürr
12 Gerry Weber International
13 MLP Holding
14 Air Berlin PLC
15 alstria office REIT-AG
16 Amadeus Fire AG
17 Balda AG
18 BAUER Aktiengesellschaft
19 Biotest AG
20 C.A.T. OIL AG
21 CENTROTEC Sustainable AG
22 Colonia Real Estate AG
23 comdirect bank AG
24 Constantin Medien AG
25 CTS Eventim AG
26 Delticom AG
27 Deutz AG
28 DIC Asset AG
29 elexis AG
30 Gesco AG
31 GRENKELEASING AG
32 H&R WASAG AG
33 HAMBORNER REIT AG
34 Highlight Communications AG
35 Homag Group AG
36 KUKA Aktiengesellschaft
37 KWS SAAT AG
38 Medion AG
39 MVV Energie AG
40 PATRIZIA Immobilien AG
41 SAF-HOLLAND S.A.
42 SKW Stahl-Metallurgie Holding AG
43 Ströer Out-of-Home Media AG
44 TAG Immobilien AG
45 TAKKT AG
46 Tipp24 SE
47 TOM TAILOR Holding AG
48 VTG Aktiengesellschaft
49 Wacker Neuson SE