Puma Aktie
Analyse vom 2011-02-14
Franconofurt-Aktien kannten zuletzt nur eine Richtung: Die nach oben. Auf Jahressicht hat sich der Wert des Anteilsscheins mehr als verdoppelt. Dazu hat nicht nur die Unterbewertung der Aktie, sondern auch ein gelungener „Coup“ des Managements beigetragen: Durch den V erkauf der Tochterfirmen FranconoWest AG und FranconoAdvisory AG an die TAG Immobilien AG gegen Aktien des Käufers kam Franconofurt in Besitz von 13,8% der TAG-Aktien. Dieses Aktienpaket wurde aufgrund der hohen Nachfrage im Rahmen einer Kapitalerhöhung der TAG schon kurze Zeit später für 32 Mio € an institutionelle Investoren weiterverkauft. Zum Vergleich: Die Marktkapitalisierung von Franconofurt lag vor einem Jahr bei 28 Mio €. Infolge der Liquidierung von Vermögenswerten, mit der im 4. Quartal ein Buchgewinn erzielt werden konnte, ist mehr Visibilität und Sicherheit in den bilanziellen Wert des Unternehmens gekommen. Der auf rund 8 € geschätzte Buchwert je Aktie dürfte jetzt zu mehr als die Hälfte durch Liquidität hinterlegt sein. Das Unternehmen kündigte für 2010 eine signifikant höhere Dividende an und kauft weiter eigene Aktien zurück. Die Kehrseite der Medaille: Nach den Verkäufen bleibt vom operativen Geschäft nicht mehr viel übrig. In den ersten 9 Monaten 2010 erwirtschaftete Franconofurt nur noch Mieteinnahmen von 1,5 Mio €. Die übrigen 7,9 Mio € Umsatz resultierten aus Bestandsverkäufen. Damit sind operativen Leistungssteigerungen vorerst Grenzen gesetzt.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-08-16
Franconofurt hat trotz der schwierigen Wirtschaftslage im Geschäftsjahr 2009 ein positives operatives V orsteuerergebnis von 4,7 Mio € erzielt. Ohne die nicht-cash-wirksamen Bewertungen betrug das EBIT 4,9 Mio €. Die Gruppe hat von den in 2008 eingeleiteten Kosteneinsparmaßnahmen profitiert. So sind die Verwaltungskosten um 47% im Vergleich zum Vorjahr gefallen und gleichzeitig wurde die Konzernstruktur optimiert. Ferner wurden erfolgreiche Maßnahmen zur effizienteren Bewirtschaftung des Immobilienportfolios durchgeführt, was auf der Ertragsseite zur Steigerung der Mieteinnahmen führte. Der Anstieg der Mieteinnahmen um 19% auf 11,2 Mio € ist insbesondere auf die Reduzierung des Leerstandes in der FranconoWest AG und auf die Erhöhung des Immobilien-Bestandes im Frankfurter Aufteilergeschäft zurückzuführen. Weiterhin nahmen aufgrund eines verbesserten Managements des Betriebskapitals die offenen Forderungen ab. Auch im 1. Quartal 2010 konnten die Mieteinnahmen gesteigert werden, was insbesondere an dem mittlerweile abgeschlossenen Aufbau des Immobilienbestandes der FranconoWest AG und den damit einhergehenden Optimierungsmaßnahmen lag. Der Gewinn aus dem V erkauf von Vorratsimmobilien betrug 1,0 Mio € und entspricht einer Umsatzmarge von 30% (Q1 2009: 25%). Der Anstieg der Umsatzmarge ist auf die zunehmende Nachfrage nach Wohnraum in Frankfurt zurückzuführen.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
