ProSiebenSat.1 Media AG Aktie

Analyse vom 2011-03-14

Axel Springer hat dank seiner Internetangebote und seiner Auslandsgeschäfte operativ ein Rekordergebnis eingefahren. Wachstumstreiber bleiben die digitalen Geschäfte. Hier konnte der Konzern seine Erlöse um 51% steigern und den Umsatzrückgang (-6,1%) im nationalen Printgeschäft abfedern. Im internationalen Printgeschäft stiegen die Erlöse, auch akquisitionsbedingt, um 28,6%. Unterm Strich verdiente der Konzern um 16,6% weniger als im V orjahr, was aber im Wesentlichen auf Beteiligungsverkäufe im Vorjahr zurückzuführen ist. Die verbesserte Geschäftslage spiegelt sich in dem konzernweiten Umsatzplus von 10,8% und vor allem in dem operativen Cashflow wider, wo mit 358 Mio € ein Rekordwert erreicht wurde. Daher sehen wir es als folgerichtig an, dass Springer eine Rekorddividende von 4,80 € zahlen will. Positiv bewerten wir auch, dass Unternehmenschef Döpfner kein Wachstum um jeden Preis anstrebt. Für 2011 sind keine weiteren großen Übernahmen geplant. Den Spekulationen um eine mögliche Übernahme von ProSiebenSat1 erteilte er eine Absage; sinnvoll, angesichts der hohen Bewertung des Senders. Der Ausblick für 2011 blieb vage. Döpfner rechnet lediglich mit einem leichten Umsatzund Ergebnisanstieg. Schwachpunkt bleiben die nationalen Printmedien, die trotz der starken Wettbewerbsstellungen mit Umsatzrückgängen zu kämpfen haben.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-09-13

Axel Springer kann im 1. Halbjahr auf einen positiven Geschäftsverlauf zurückblicken. Rückläufige Auflagenzahlen bei den Printtiteln konnten durch deutlich erhöhte Werbeerlöse (+18,7%) und ein deutliches Wachstum der digitalen Aktivitäten überkompensiert werden, sodass der Umsatz um 8,7% gesteigert werden konnte. Wachstumsmotor bleibt das Segment Digitale Medien, das insbesondere durch die Konsolidierungseffekte von StepStone und Digital Window, aber auch durch organisches Wachstum seinen Umsatz um 66,1% steigerte. Dieses Segment ist mittlerweile ein buntes Sammelsurium von Aktivitäten wie Jobbörsen oder Immobilienportalen, die weit außerhalb der publizistischen Kernkompetenz Springers liegen, was gewisse Gefahren birgt. Allerdings macht der hohe Sättigungsgrad der inländischen Medien (BILD) auch die inhaltliche und räumliche Diversifikation notwendig. Durch die Akquisitionen bei den digitalen Medien und den Aufwärtstrend bei den internationalen Printtiteln konnte der Konzern erstmals ein Viertel der Umsätze im Ausland generieren. Bis dato scheinen sich die Übernahmen auszuzahlen; das operative Ergebnis und die Marge vor Sondereffekten legten in allen Segmenten zu.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-03-15
2 Analyse vom 2009-09-14
3 Analyse vom 2009-03-16
4 Analyse vom 2008-09-08
5 Analyse vom 2008-03-10
6 Analyse vom 2007-09-11
7 Analyse vom 2007-03-13
8 Analyse vom 2006-09-12
9 Analyse vom 2006-03-14