IVG Aktie
Analyse vom 2011-02-14
Bei der IVG stehen die Zeichen zwar auf Erholung. Vom Vorkrisenniveau ist das Unternehmen jedoch noch weit entfernt. Zudem bleibt die finanzielle Lage weiterhin angespannt. Im 3. Quartal 2010 wurde ein operatives Ergebnis von 81 Mio € erzielt. Nach Abzug der Zinslast sowie Steuern und Anteilen Dritter blieb den Aktionären nur noch ein Nettogewinn von 10 Mio €. Dabei war der Cashflow negativ. Die Immobilienmärkte waren von einer weiteren Erholung geprägt. Die Investmentmärkte zeigten überwiegend positive Tendenzen. Auch am Vermietungsmarkt deutete sich eine Stabilisierung an. Die Wertentwicklung des Immobilienbestandes war insgesamt zufriedenstellend. Wertminderungen im Segment Real Estate konnten durch Wertsteigerungen bei den Kavernen überkompensiert werden. Der Nettoanlagewert des Immobilienbestandes lag per Ende September bei 7,12 € je Aktie, was einem Anstieg von 3,5% zum V orquartal entsprach. Die ermutigenden Signale aus der Konjunktur in Deutschland dürften dem Immobilienmarkt und damit auch der IVG weitere, positive Impulse geben. Die IVG sieht nach eigenen Angaben bereits erste Anzeichen einer Aufbruchstimmung, auch wenn die gesamtwirtschaftlichen Daten erst mit V erzögerung auf die Flächennachfrage wirken würden. Die Verschuldungsproblematik bleibt weiterhin bestehen, zumal die Risikopositionen zuletzt wieder erhöht wurden. Per Ende September türmte sich in den Büchern ein Finanzschuldenberg von 5,3 Mrd €.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-08-16
Die IVG wies im 1. Halbjahr erstmals nach anderthalb Jahren ein positives Konzernergebnis aus. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern legte deutlich auf 156,3 Mio € (+324%) zu. Anders als im Vorjahr konnte ein positiver Saldo aus Marktwertänderungen im Immobilienbestand realisiert werden. Abschreibungen auf Projektentwicklungen blieben zudem aus. Nach Abzug der Aufwendungen für den Schuldendienst, der Steuern und Gewinnanteilen Dritter blieb den IVG-Aktionären dennoch nur ein Nettogewinn von 11,4 Mio €. Die Bankverbindlichkeiten konnten zwar leicht reduziert werden, befinden sich mit 5,2 Mrd € aber immer noch auf einem erdrückend hohen Niveau. Ein Großteil der Schulden ist laut Unternehmen zur Prolongation vorgesehen. Angesichts der positiven Branchenentwicklung sollen zudem wieder größere Risikopositionen im Projektentwicklungsgeschäft aufgebaut werden. Damit bleibt die IVG höchst anfällig für konjunkturelle Schwankungen. Die IVG-Aktie wird derzeit mit einem Abschlag zum Nettoanlagewert gehandelt. Dieser lag per Ende Juni bei 6,88 € pro Aktie und damit um 2% über dem Wert des Vorquartals. Nach Abzug der Schulden sind die Immobilien des Unternehmens demnach 6,88 € pro Aktie wert. In Anbetracht des hohen Risikos erscheint ein Bewertungsabschlag nicht ungerechtfertigt.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
