Heidelberger Druckmaschinen Aktie

Analyse vom 2011-02-14

Gildemeister ist wieder auf Wachstumskurs. Nach vorläufigen Zahlen stieg der Umsatz 2010 um 17% und das operative Ergebnis um 41% auf 44,7 Mio €. Wegen eines deutlich schlechteren Finanzergebnisses blieben netto aber nur 4,2 Mio € übrig. Dennoch übertraf der Konzern seine mehrfach angehobenen Prognosen. Mit gut gefüllten Orderbüchern im Rücken, der Auftragseingang stieg 2010 um 24% auf 1,42 Mrd €, steuert Gildemeister im laufenden Jahr einen Umsatz von 1,5 Mrd € sowie deutliche Zuwächse beim Gewinn an. Die Bestellungen sollen 1,6 Mrd € erreichen. Auch 2012 rechnet Gildemeister mit einer Fortsetzung des positiven Trends. Der Ausblick erscheint konservativ, zumal der Branchenverband VDMA 2011 im Werkzeugmaschinenbau ein Nachfragewachstum von 20% erwartet. Wachstumstreiber werde nicht nur Asien sein, sondern auch die starke Erholung in Europa und den USA. Schon 2010 nahmen die Inlandsbestellungen bei Gildemeister um 56% zu. Die Hausmesse Anfang Februar bestätigte den Nachfrageboom. Gildemeister zog Aufträge im Wert von 107,7 Mio € an Land, doppelt so viel wie bei der V orjahresveranstaltung. Insgesamt wurden 391 Maschinen verkauft. Kooperationspartner Mori Seiki wird im Zuge einer Kapitalerhöhung, die noch im 1. Halbjahr stattfinden soll, seinen Anteil an Gildemeister auf gut 20% erhöhen. Mit dem Mittelzufluss sollen Schulden abgebaut und damit die Zinsbelastung gesenkt werden.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-08-16

Gildemeister hat im 1. Halbjahr bei rückläufigen Umsätzen noch rote Zahlen geschrieben. Im 2. Quartal wurde die Talfahrt aber gestoppt. Der Umsatz lag mit 284,5 Mio € auf V orjahresniveau und der Verlust bei nur noch 4,3 Mio €. Dank der starken Service-Sparte fiel das operative Ergebnis mit 1,8 Mio € aber schon wieder positiv aus. Deutliche Zuwächse gab es im 1. Halbjahr bei Auftragseingang und -bestand. V or allem in der Kernsparte Werkzeugmaschinen zogen die Bestellungen um 53% auf 400,2 Mio € an. Der Konzern geht davon aus, dass sich der positive Trend fortsetzen wird und hat die Jahresprognose angehoben. Statt 1,2 Mrd € werden beim Umsatz jetzt mehr als 1,25 Mrd € und beim Auftragseingang 1,3 statt 1,2 Mrd € erwartet. Zudem traut sich der Konzern ein ausgeglichenes V orsteuerergebnis zu. 2011 sollen Umsatz und Auftragseingang jeweils um 10% wachsen. Beim Ergebnis rechnet Gildemeister mit einer deutlichen V erbesserung. 2012 könnte der Konzern schon wieder an das Ergebnisniveau der Jahre 2007/08 anknüpfen. Zur operativen Trendwende gesellen sich Übernahmegerüchte. Japanische Finanzinstitute sollen bereits Optionen auf 20% des Gildemeister-Kapitals eingesammelt haben. Und der Kooperationspartner Mori Seiki hat Kreditlinien bei den Banken sichergestellt für den Fall, dass Gildemeister Geld braucht. Zudem hat Mori Seiki das Ziel, langfristig vom weltweit sechsten auf den ersten Platz bei Drehund Fräsmaschinen aufzusteigen.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-02-15
2 Analyse vom 2009-08-17
3 Analyse vom 2009-02-16
4 Analyse vom 2008-08-11
5 Analyse vom 2008-02-11
6 Analyse vom 2007-08-14
7 Analyse vom 2007-02-13
8 Analyse vom 2006-08-14
9 Analyse vom 2006-02-14