Gildemeister Aktie

Analyse vom 2011-02-14

Quiksilver hat die eigenen Erwartungen übertroffen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr schrieb das Unternehmen aufgrund einmaliger Abschreibungen auf Vermögenswerte zwar noch rote Zahlen. V or Sonderfaktoren konnte jedoch ein Gewinn von 47,6 Mio $ erzielt werden. Der Cashflow lag sogar bei 204 Mio $. Erfreulich war auch der Anstieg der Eigenkapitalquote auf knapp 36%. Die auf 729 Mio $ reduzierte Nettoverschuldung entspricht jetzt nur noch dem 2,8-fachen des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Im Vorjahr lag das Verhältnis bei 5,5. Dabei ist die durchschnittliche Laufzeit der Kredite weiter verlängert worden. Mit diesen Zahlen hat das Unternehmen wieder deutlich mehr Handlungsspielraum. Dieser eröffnet Quiksilver die Möglichkeit, den defensiven, auf Restrukturierung bedachten Kurs hinter sich zu lassen und stattdessen wieder aggressiver in das eigene Wachstum zu investieren. Für das 1. Quartal kündigte das Unternehmen aufgrund höherer Marketingaufwendungen für die Marken „Quiksilver“, „Roxy“ und „DC“ einen Gewinnrückgang an. An der Börse kam diese Nachricht nicht gut an. Wir halten den Kurswechsel aber für den richtigen Weg. Zahlen sich die Wachstumsinvestitionen aus, kann das Unternehmen einen höheren Gewinn als vorher erzielen. Zahlen sich die Investitionen nicht aus, gibt es keinen Grund, an ihnen festzuhalten. Die langfristige Ertragskraft dürfte demnach höher sein als im 1. Quartal.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-08-16

Quiksilver lag in diesem Jahr über den Erwartungen. Im 2. Quartal ging der Umsatz gegenüber dem Vorjahr nur noch leicht zurück. Gegenüber dem 1. Quartal wurde sogar ein Umsatzplus von 8% erzielt, was jedoch auch auf saisonale Effekte zurückzuführen war. Der Gewinn übertraf mit 9,4 Mio $ den V orjahreswert von 2,8 Mio $ deutlich. Vor Sonderfaktoren, darunter Restrukturierungsausgaben und Kosten für Aktienoptionen, lag das Ergebnis bei 15,7 Mio $ (V orjahr: 6,6 Mio $). Auch finanziell kann Quiksilver aufatmen. Allein im 1. Halbjahr erwirtschaftete das Unternehmen 134,5 Mio $ Cashflow. So konnten die Finanzverbindlichkeiten deutlich auf 733 Mio $ reduziert werden. Die gesamten kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen betragen nur noch einen Bruchteil der kurzfristigen Vermögenswerte und die Eigenkapitalquote dürfte in diesem Jahr auf über 30% steigen. Für das Gesamtjahr rechnen wir zwar mit einem Umsatz unter V orjahresniveau, gehen aber anders als bislang bereits von schwarzen Zahlen aus. Nach den krisenbedingten Nachfragerückgängen und Filialschließungen könnte der Umsatz im kommenden Jahr wieder steigen und den Margen weiteren Auftrieb geben. An alte Zeiten wird das Unternehmen aber nicht so schnell wieder anknüpfen können. Im Vergleich zu 2005, als die Umsatzrendite bei 6% lag, hat Quiksilver eine deutlich höhere Schuldenlast zu tragen.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-02-15
2 Analyse vom 2009-08-17
3 Analyse vom 2009-02-16
4 Analyse vom 2008-08-11
5 Analyse vom 2008-02-11
6 Analyse vom 2007-08-14
7 Analyse vom 2007-02-13
8 Analyse vom 2006-08-14
9 Analyse vom 2006-02-14