GEA Group Aktie
Analyse vom 2011-02-14
HD hat seinen strikten Sparkurs erfolgreich umgesetzt und erntet jetzt die Früchte. In den ersten 9 Monaten kehrte der Konzern zumindest operativ in die schwarzen Zahlen zurück, im 3. Quartal blieb sogar netto ein kleines Plus von 9,4 Mio € übrig. Gleichzeitig stiegen in beiden Perioden Umsatz und Auftragseingang zweistellig. Alle Regionen und Sparten legten zu. Hauptgrund für die erfreuliche Entwicklung waren aber Währungseffekte sowie das kräftige Wachstum in den Schwellenländern. Stark gestiegen sind vor allem die Erlöse in der Sparte Equipment, in der HD Produkte und Technologien entlang der gesamten Prozessund Wertschöpfungskette für Printmedienbetriebe im Werbe- und Verpackungsdruck anbietet. Sorgen bereitet noch die schleppende Konjunktur auf dem wichtigen US-Markt. Noch ist HD nicht über den Berg. Dank einer Kapitalerhöhung über 420 Mio € wurde die Schuldenlast zwar deutlich reduziert. Ende Dezember betrugen die Nettoschulden aber immer noch 220 Mio €. Angesichts der hohen Zinsbelastung wird der Konzern das Geschäftsjahr daher mit einem Verlust abschließen. Das operative Ergebnis dürfte dagegen ausgeglichen ausfallen. Wir bezweifeln, dass der klassische Markt für Bogen- und Rollendruckmaschinen jemals das Vorkrisenniveau wieder erreichen wird. Insofern wird sich HD wie die Konkurrenz neue Geschäftsfelder erschließen müssen. Im zunehmend wichtiger werdenden Digitaldruck will der Konzern demnächst einen Kooperationspartner präsentieren.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-08-16
Die Druckindustrie erholt sich. Bei einem 9,5%igen Umsatzanstieg konnte HD den Verlust im 1. Quartal verringern. Dabei halfen neben positiven Währungseffekten vor allem Sparmaßnahmen. Der Auftragseingang wuchs um 43% auf 768 Mio € und der Auftragsbestand um 31,5% auf 810 Mio € – den höchsten Stand seit 18 Monaten. Die meisten Aufträge sammelte HD in Asien und Südamerika ein. Aber auch in Deutschland nimmt die Investitionsbereitschaft zu. Zudem verliefen zwei Branchenmessen erfolgreich. Der freie Cashflow fiel mit 62 Mio € wieder positiv aus, sodass die Nettofinanzschulden erneut deutlich reduziert werden konnten. Trotz der guten Auftragsentwicklung hat HD die Jahresprognose nur bestätigt. Der Konzern strebt ein moderates Umsatzwachstum und ein ausgeglichenes operatives Ergebnis an. Wegen der hohen Kreditzinsen von rund 140 Mio € wird aber erneut ein Verlust anfallen. Mittelfristig ausbauen will HD die weniger konjunkturabhängigen Bereiche Verpackungsdruck, Dienstleistungen und Verbrauchsmaterialien. Zudem werden die Kosten durch Stellenabbau und Gehaltskürzungen weiter gesenkt – in diesem Jahr um 60 Mio € und im nächsten um 80 Mio €. Der operative Break-Even-Level liegt dann bei knapp 2,5 Mrd € Umsatz. Um die Finanzschulden auf 400 Mio € und die Zinslast auf 40 Mio € zu halbieren, wird bis Ende Januar 2011 eine 420 Mio € schwere Kapitalerhöhung durchgeführt. Je nach Ausgabepreis könnte sich die Aktienzahl um 80 Mio erhöhen. Die Eigenkapitalquote würde dann auf solide 35% steigen.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
