Axel Springer Aktie

Analyse vom 2011-03-14

Südzucker hat die EU-Zuckermarktreform vollständig überwunden. In den ersten 9 Monaten stieg der Umsatz um 5,2%, der Gewinn um 18,1% und das operative Ergebnis dank eines Sondereffekts um 35% auf 416 Mio €. Besonders erfreulich entwickelte sich die Bioethanol-Tochter CropEnergies, die den Umsatz durch höhere Produktionsmengen um 19% auf 325 Mio € steigerte und das operative Ergebnis auf 32 Mio € verachtfachte. Belastungen durch immens gestiegene Getreidepreise konnten durch Absicherungsgeschäfte gesenkt werden. Im Zuckergeschäft profitierte der Konzern von Kostensenkungen. Hohe Rohstoffpreise bereiteten im 3. Quartal aber der Sparte Spezialitäten Sorgen. Dort sank das Betriebsergebnis um 17,5%. Auch in der Sparte Frucht verdiente Südzucker wegen gesunkener Absatzmengen zuletzt weniger. Dennoch will der Konzern das Geschäftsjahr unverändert mit einem Umsatz von 6 Mrd € und einem operativen Ergebnis von 500 Mio € abschließen. Weiter steigende Getreidepreise infolge von Ernteausfällen will der Konzern an die Verbraucher weitergeben. Im Berichtszeitraum konnte Südzucker die Nettofinanzschulden dank eines hohen freien Cashflow von 436 Mio € um 21% auf 704 Mio € reduzieren. Auch im neuen Jahr hat der Schuldenabbau Priorität. Der Konzern will aber auch durch Akquisitionen weiter wachsen und schaut sich in allen Segmenten nach günstigen Gelegenheiten um. Die Aktie ist nach den guten Zahlen ausgereizt. Die im Dezember zum zweiten Mal angehobene Jahresprognose hat die Börse bereits ausreichend honoriert.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-09-13

Südzucker hatte einen ausgezeichneten Jahresauftakt. Der Gewinn stieg im 1. Quartal um rund 50% und der Umsatz um 8,7%. Der Konzern profitierte vor allem von Sondereffekten im Zuckersegment: Das Kontingent für Zuckerexporte in Länder außerhalb der EU wurde von der EU-Kommission wegen schlechter Ernten in Brasilien und Indien einmalig erhöht. Im Segment Spezialitäten haben sich indes höhere Absätze und gesunkene Rohstoffpreise positiv ausgewirkt. Und auch die übrigen Segmente erzielten Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis. Bei der Tochter CropEnergies gelang der Turnaround. Positiv werten wir auch die Verbesserung der Bilanzstruktur. Die Schulden wurden deutlich gesenkt, die Eigenkapitalquote dagegen auf 51% erhöht. Der Konzern will das Gesamtjahr mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau und einem operativem Ergebnis von 450 Mio € abschließen. Im Vorjahr waren es 403 Mio € und im 1. Quartal schon 149 Mio €. Der Ausblick erscheint nur auf den ersten Blick konservativ. Denn wegen des Wegfalls des Sondereffekts dürfte sich das Zuckergeschäft im weiteren Jahresverlauf wieder abschwächen. Mittelfristig setzt die Konzentration auf den schwachen europäischen Zuckermarkt dem Konzern Wachstumsgrenzen. Zudem könnte das preiswerte, kalorienfreie und zahnschonende Süßstoffkraut Stevia aus Südamerika das Zuckergeschäft künftig belasten. Südzucker bewegt sich nach wie vor in einem stark regulierten Markt.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-03-15
2 Analyse vom 2009-09-14
3 Analyse vom 2009-03-16
4 Analyse vom 2008-09-08
5 Analyse vom 2008-03-10
6 Analyse vom 2007-09-11
7 Analyse vom 2007-03-13
8 Analyse vom 2006-09-12
9 Analyse vom 2006-03-14