Home Depot Aktie
Analyse vom
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-12-13
Home Depot hatte stark unter dem Platzen der Immobilienblase gelitten. Angesichts des Preisverfalls auf dem US-Häusermarkt stellten viele Eigenheimbesitzer Renovierungen zurück, entweder weil ihnen das Geld fehlte oder wegen der unsicheren wirtschaftlichen Zukunft. Jetzt stabilisiert sich das Geschäft und auch die frühzeitig eingeleiteten Sparmaßnahmen greifen. Im 3. Quartal stieg der Umsatz um 1,4% auf 16,6 Mrd $ und der Gewinn um 21% auf 834 Mio $. Auf Basis von 9 Monaten fielen die Steigerungsraten ähnlich aus. Die Hauseigentümer geben zwar langsam wieder mehr Geld aus, beschränken sich aber auf kleinere Reparaturarbeiten und nehmen nach wie vor keine größeren Renovierungen in Angriff. Entsprechend wurde die Jahresprognose für das Umsatzwachstum auf 2,2% reduziert. Die Gewinnprognose wurde hingegen zum dritten Mal angehoben. Der Konzern erwartet jetzt dank des erfolgreichen Sparkurses und der umfangreichen Aktienrückkäufe einen Gewinn von 1,94 $ pro Aktie. Bei 1,65 Mrd Aktien errechnet sich ein Gewinn von 3,2 Mrd $. Dies entspricht noch nicht einmal dem Niveau des Jahres 2002 und zeigt, wie hoch der Druck auf die Margen in den vergangenen Jahren geworden ist. Home Depot hat zwar die Ausgaben gut unter Kontrolle, investiert aber auch in das Geschäft, um Marketing und Kundenservice zu verbessern. Umsatz und Rentabilität der Jahre 2005/ 06 wird der Konzern jedoch nicht so bald wieder erreichen.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
