Coca-Cola Aktie
Analyse vom 2011-01-17
Dank der Erholung des US-Geschäfts hat PepsiCo in den ersten 9 Monaten mehr verdient und umgesetzt. Auch die Übernahme von zwei Getränkeabfüllern zu Beginn des Jahres hat sich positiv ausgewirkt. Für das Gesamtjahr hat der Konzern ein wechselkursbereinigtes Gewinnwachstum von 11 bis 12% in Aussicht gestellt. Da sich die Nachfrage in Nordamerika in der jüngeren Vergangenheit eher wechselhaft entwickelt hat, forciert der Konzern die Expansion in schnell wachsenden Regionen. Jetzt will PepsiCo mit Wimm-Bill-Dann (WBD) einen der bedeutendsten russischen Nahrungsmittelhersteller übernehmen. Zunächst wird PepsiCo 66% der Aktien für 3,8 Mrd $ erwerben. Später soll ein Angebot für die restlichen Anteile folgen. Durch die Übernahme wird PepsiCo zum größten Anbieter von Lebensmitteln und Getränken in Russland aufsteigen und seine Position in den wachstumsstarken Märkten Osteuropas und Zentralasiens stärken. WBD ist nach eigenen Angaben in Russland Marktführer im Bereich Molkereiprodukte und Kindernahrung sowie ein führender Anbieter von alkoholfreien Getränken. Der Deal wurde bereits von den russischen Behörden abgesegnet. WBD kommt auf einen Umsatz von 2,6 Mrd $ und soll sich im ersten Jahr nach Abschluss der Übernahme positiv auf das Ergebnis auswirken. Durch die Transaktion steigt der PepsiCoUmsatz mit Nahrungsmitteln auf 13 Mrd $. Bis 2020 will der Konzern in diesem Segment 30 Mrd $ erlösen. Die Auslandsstrategie überzeugt. Zudem bietet die Übernahme der Getränkeabfüller hohes Synergiepotenzial.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-07-19
PepsiCo wächst schneller als Coca-Cola. Im 1. Quartal stieg der Umsatz um 13,4% und der Gewinn um 26%. Überdurchschnittliche Zuwächse erzielte der Konzern in Lateinamerika und Asien. In Europa stagnierte das Geschäft. Zum Wachstum beigetragen hat auch die Übernahme zweier wichtiger nordamerikanischer Abfüllbetriebe. PepsiCo hat jetzt 80% des V ertriebs in der Heimat selbst in der Hand. Der Konzern verspricht sich von den Übernahmen ab 2012 jährliche Synergien von 400 Mio $. Dieses Jahr sollen es 125 bis 150 Mio $ werden. Im Gesamtjahr strebt PepsiCo trotz Integrationskosten ein zweistelliges Gewinnwachstum an. Helfen könnte dabei auch der Abwärtstrend bei den Preisen für Zucker, Reis und Getreide. Weiteres Jahresziel ist der Rückkauf eigener Aktien für 4,4 Mrd $. Im 1. Quartal wurden bereits 14 Mio Aktien für 940 Mio $ aus dem Markt genommen. Ähnlich wie Coca-Cola verstärkt auch PepsiCo wegen des anhaltend schwachen US-Geschäfts seinen Fokus auf die Wachstumsmärkte in Asien, wo sich braune Brause immer noch gut verkauft. In China hat CocaCola bereits einen Marktanteil von mehr als 15%, PepsiCo dagegen nur rund 8%. Um den Anschluss nicht zu verlieren plant PepsiCo dort ebenfalls Investitionen von 2,5 Mrd $ in den Aufbau neuer Fabriken. Daneben hat der Konzern den russischen Markt im Auge, der wieder an Stärke gewinnt. In den USA haben vor allem Sport- und Wellnessgetränke Wachstumspotenzial.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
