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Analyse vom 2011-03-14

Celgene profitiert weiterhin von starken Wachstumsraten bei Revlimid. Im abgelaufenen Jahr steuerte das Mittel zur Behandlung von Multiple Myelome 2,5 Mrd $ (+45%) und damit deutlich mehr als zwei Drittel zu den Gesamterlösen bei. Der Nettogewinn erreichte einen Rekordwert von 881 Mio $. V or Sonderfaktoren im Zusammenhang mit Übernahmen lag der Gewinn bei 1,3 Mrd $. Die hochgesteckten Erwartungen wurden damit klar übertroffen. Leider standen die Zahlen im Schatten von angeblichen Gesundheitsrisiken bei Revlimid. Laut einer Studie der Intergroupe Francophone du Myelome (IFM), die die Langfristwirkung des Wirkstoffs testet, führte eine länger andauernde Einnahme des Präparats zu einer erhöhten Krebsgefahr. Celgene hatte erst kürzlich den Antrag auf Zulassung von Revlimid für Langzeitbehandlungen eingereicht. Die aufkeimenden Bedenken waren auch deshalb verwunderlich, da Celgene die Studienergebnisse bislang durchweg positiv dargestellt hatte. Damit schwindet das Vertrauen in das CelgeneManagement. Laut Unternehmen sind die Beobachtungen über erhöhte Sicherheitsrisiken nicht auf Revlimid, sondern auf die Versuchsbedingungen zurückzuführen. Branchenexperten, die mit der IFM in Kontakt stehen, bezweifeln diese Einschätzung. Für Celgene bleibt der V orfall jedenfalls nicht ohne Folgen: Die Gesundheitsbehörde in Europa dürfte den Zulassungsantrag für Revlimid zur Langzeitbehandlung nun umso akribischer prüfen.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-09-13

Celgene glänzte erneut mit kräftigen Wachstumsraten. Im 2. Quartal kletterte der Umsatz um 36% auf 853 Mio $. Der Nettogewinn legte aufgrund höherer Sonderfaktoren unterproportional zum Umsatz auf 155 Mio $ (+9%) zu. Dagegen lag der Gewinn vor Sonderfaktoren mit 323 Mio $ um 50% über dem Vorjahreswert. Überzeugt hat auch der Cashflow. Im 1. Halbjahr erwirtschaftete Celgene 595 Mio $ (+91%) Cash aus dem operativen Geschäft. Der Erfolgsgarant trägt den Namen Revlimid – ein Mittel zur Behandlung von Patienten mit Multiplem Myelom, einer Krebserkrankung des Knochenmarks. Ende Juni gab Celgene die Übernahme von Abraxis BioScience für 2,9 Mrd $ bekannt. Abraxis hat mit dem Brustkrebsmittel ABRAXANE eine Eigenentwicklung auf den Markt gebracht, die seit 2005 in den USA und seit 2008 in Europa zugelassen ist. ABRAXANE hat zuletzt vielversprechende Forschungsresultate für die Behandlung von Lungenkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs gezeigt. Vor diesem Hintergrund verspricht sich Celgene noch viel von dem Präparat. Bei Revlimid, das vor kurzem auch in Japan zur Behandlung des Multiplen Myeloms zugelassen wurde, erscheint das Potenzial ebenfalls noch nicht ausgereizt. Der Wirkstoff wird derzeit für vier weitere Behandlungsgebiete getestet. Zwei der betreffenden Forschungsprojekte befinden sich in fortgeschrittenem Stadium. Celgene hat für Revlimid mehrere Patente angemeldet.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-03-15
2 Analyse vom 2009-09-14
3 Analyse vom 2009-03-16
4 Analyse vom 2008-09-08
5 Analyse vom 2008-03-10
6 Analyse vom 2007-09-11
7 Analyse vom 2007-03-13
8 Analyse vom 2006-09-12
9 Analyse vom 2006-03-14