ThyssenKrupp Aktie

Analyse vom 2011-03-14

Nach der Krise ist KlöCo mit einem Gewinn von 80 Mio € in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Umsatz wurde um 35% auf 5,2 Mrd € gesteigert. Doch damit gibt sich das Unternehmen noch lange nicht zufrieden. Absatz und Umsatz sollen 2011 um über 10% und das Ergebnis deutlich steigen. Zudem peilt das Unternehmen eine EBITDA-Marge von 6% an. Die Aktionäre erhalten für 2010 wieder eine Dividende von 30 Cent je Aktie. Zuletzt hatte Klöckner für 2007 eine Dividende von 80 Cent je Anteilsschein gezahlt. Nur ein Teil des Wachstums fand organisch statt, wurde also durch die höhere Nachfrage der bestehenden Kundschaft erreicht. KlöCo kaufte auch kräftig zu. So wurde im Frühjahr der westfälische Stahldienstleister Becker übernommen. Die neue Tochtergesellschaft ist auf die Autobranche spezialisiert und soll die Abhängigkeit KlöCos von der Bauindustrie weiter verringern, die immer noch schwächelt. Ebenfalls aussichtsreich erscheint die Akquisition des US-Konzerns Macsteel, die im 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahres abgeschlossen werden soll. Damit würde Klöckner von der Nummer zehn im US-Markt für Stahlhandel mit einem Schlag auf den dritten Platz aufsteigen. Doch mit den insgesamt 20 Übernahmen seit dem Börsengang im Jahr 2006 ist es offenbar noch nicht genug. Im Dezember 2010 sicherte sich der Konzern über eine Wandelanleihe weitere finanzielle Mittel in Höhe von 186,2 Mio €.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-09-13

Gestützt durch die konjunkturelle Erholung entlang der gesamten Wertschöpfungskette konnte KlöCo den Absatz im 1. Halbjahr um 23,9% steigern. Dabei erhöhte sich der Absatz im 2. Quartal gegenüber dem 1. Quartal nochmals deutlich um 22,7%. Einen signifikanten Beitrag zu dieser Entwicklung hat die Akquisition von Becker Stahl-Service geleistet, wodurch der Konzern in besonderer Weise von der überraschend starken Konjunktur im Automobilsektor profitiert hat. Analog zur Absatzentwicklung konnte der Umsatz um 20,0% auf 2,5 Mrd € gesteigert werden. Diese Entwicklung hat sich auch in allen Ergebniskennzahlen niedergeschlagen, wobei zusätzlich positive Preiseffekte sowie die nachhaltigen Kostensenkungsmaßnahmen aus den Effizienzsteigerungsprogrammen zu der deutlichen Verbesserung beigetragen haben. Das operative Ergebnis konnte im Zuge dieser Entwicklung auf 88,8 Mio € und der Gewinn auf 48,6 Mio € gesteigert werden. Die Preise für Stahl und Metall konnten im Vergleich zu Ende 2009 stetig zulegen, wobei zunächst die Preise für Langprodukte und mittlerweile auch die Preise für Flachprodukte aufgrund des zunehmenden Überangebots weltweit unter Druck geraten sind. Getrieben war diese Preisdynamik hauptsächlich durch die rasant angestiegenen Kosten für Eisenerz und Kokskohle, die wichtigsten Rohstoffe für die Produktion von Stahl.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-03-15
2 Analyse vom 2009-09-14
3 Analyse vom 2009-03-16
4 Analyse vom 2008-09-08
5 Analyse vom 2008-03-10
6 Analyse vom 2007-09-11
7 Analyse vom 2007-03-13
8 Analyse vom 2006-09-12
9 Analyse vom 2006-03-14