SAP Aktie

Analyse vom 2011-01-17

Im traditionell schwachen 1. Quartal hat Intuit den Verlust auf 70 Mio $ ausgeweitet. Höhere Servicekosten sowie höhere Ausgaben für V ertrieb und Marketing haben den Gewinn belastet. Der Umsatz dagegen konnte in allen Sparten gesteigert werden. Den höchsten Zuwachs innerhalb der Kleinkundensparte verzeichnete mit 46% die Onlineversion von QuickBooks. Für die nächste Steuererklärungssaison hat der Konzern vorgesorgt und seine Software „Turbo Tax for 2010“ verbessert, die seit November in den Läden erhältlich ist. Inzwischen erwirtschaftet das Unternehmen 60% der Erlöse mit internetbasierten Lösungen, die nach Bedarf und Nutzung abgerechnet werden. Jetzt will Intuit in Zusammenarbeit mit Nokia in den Markt für individualisierte Werbung (personal advertising) einsteigen. Die beiden Konzerne wollen kleinen Firmen noch in diesem Jahr mobile und webbasierte Reklame-Dienstleistungen anbieten. Es ist das Prinzip, das auch Amazon anwendet: Der Besucher der Internetseite sieht sich bestimmte Produkte an oder kauft sie und Amazon schickt diesem Nutzer Werbung für ähnliche Waren. Die Experten gehen zwar davon aus, dass Intuit und Nokia mit ihrem neuen Angebot erst ab Februar oder März 2011 an den Start gehen können, doch das Potenzial ist riesig. Intuit schätzt das gesamte Markt-Potenzial für personal advertising auf 30 Mrd $, wobei kleine Unternehmen bisher kaum angesprochen werden.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-07-19

Intuit hat im 3. Quartal den Umsatz und den Gewinn kräftig gesteigert und unsere Erwartungen übertroffen. Der Gewinn belief sich auf 576 Mio $, nach 485 Mio $ im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 13% auf 1,6 Mrd $. Der Grund für das gute Abschneiden liegt darin, dass die Amerikaner ihre Steuererklärungen erstellt haben, für die sie Intuit-Software einsetzen. Der Umsatz der Sparte Consumer legte um 12% auf 871 Mio $ zu. Aber auch die kleineren Geschäftsbereiche trugen zu dem guten Ergebnis bei. So steigerten die Divisionen Professional Tax und Gehaltsabrechnungen den Umsatz um 16% bzw. 13%. Insgesamt steht Intuit jetzt besser da als vor Beginn der Krise. Auch die Bilanz ist grundsolide. Die Eigenkapitalquote liegt bei komfortablen 53% und mit Barmitteln von 2 Mrd $ lassen sich Übernahmen leicht stemmen. Auch ein neues Aktienrückkaufprogramm ist denkbar. Erst im Mai hat Intuit das private Unternehmen Medfusion für 91 Mio $ in bar übernommen. Medfusion bietet OnlineLösungen an, die die Bereitstellung von Pflegedienstleistungen für die Patienten erleichtern. Gleichzeitig ermöglicht die Software den Dienstleistern die Effektivität der Büroarbeit zu verbessern. Aufgrund der guten Resultate heben wir unsere Prognose für das Gesamtjahr an und erwarten jetzt ein Umsatzwachstum von rund 10% auf 3,5 Mrd $ und einen Gewinn zwischen 1,98 und 2,10 $ je Aktie.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-01-18
2 Analyse vom 2009-07-20
3 Analyse vom 2009-01-19
4 Analyse vom 2008-07-14
5 Analyse vom 2008-01-15
6 Analyse vom 2007-07-17
7 Analyse vom 2007-01-16
8 Analyse vom 2006-07-18
9 Analyse vom 2006-01-16