MAN Aktie

Analyse vom 2011-02-14

Nach den existenzbedrohenden Einbrüchen in den Jahren 2008 und 2009 geht es bei Rieter wieder aufwärts. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um 32%, wobei die Textiltechnik um 64% und die Autotechnik um 20% zulegte. Die Textiltechnik entwickelte sich so stark, dass sich schon wieder erste Lieferengpässe abzeichnen. In Asien soll daher die Produktion weiter ausgebaut werden. Dort konnte der Konzern trotz starker heimischer Konkurrenz Marktanteile zurückgewinnen. Die Bestellungen wuchsen um 64% auf 3,17 Mrd SFr. Während sich die Nachfrage nach Textilmaschinen nahezu verdreifachte, nahm sie in der Autotechnik um ein Viertel zu. Rieter hat zwar noch keine konkreten Zahlen genannt, dürfte aber nach zwei verlustreichen Jahren auch den Ergebnisturnaround geschafft haben. Angesichts der Erholung in der Autotechnik wird jetzt der seit längerer Zeit geplante Ausstieg konkret angegangen. Erste Verkaufsgespräche haben bereits stattgefunden. Neben dem V erkauf ist eine weitere V ariante im Spiel: Die Autotechnik wird abgespalten, mit ähnlichen Aktivitäten eines anderen Autozulieferers zusammengelegt und in ein Gemeinschaftsunternehmen eingebracht, an dem Rieter dann eine Beteiligung hält. Dies würde einen Ausstieg in Etappen ermöglichen, falls sich der Verkauf zu einem akzeptablen Preis nicht zeitnah verwirklichen lässt. Die Konzentration auf die Textiltechnik macht Sinn. Denn die Autotechnik warf selbst in guten Zeiten nur geringe Margen ab.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2010-08-16

Rieter ist auf dem Weg der Genesung. Insbesondere im Textilbereich haben sich die Märkte erholt. Der Konzern steigerte den Umsatz im 1. Halbjahr um ein Drittel und kehrte operativ in beiden Sparten in die schwarzen Zahlen zurück. Unter dem Strich fiel aber wegen höherer Steuern und Zinsen noch ein Verlust an. Einen wesentlichen Beitrag zur Ergebnisverbesserung haben die laufenden Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramme geleistet, die dieses Jahr abgeschlossen sein sollen. Im Rahmen dieser Programme wurden im März die Nonwovens-Aktivitäten und im Juni die defizitäre italienische AutodesignTochter Idea verkauft. Nach dem Idea-Verkauf wird sich Rieter in der Sparte Automotive nur noch auf das Kerngeschäft Schall- und Wärmedämmung in Fahrzeugen konzentrieren. Wegen der hohen Nachfrage in Asien und Nordamerika hat Rieter gleichzeitig wichtige Projekte zum Ausbau der Kapazitäten vorangetrieben. Die Bestellungen haben sich im 1. Halbjahr auf 1,62 Mrd SFr nahezu verdoppelt, im Textilbereich sogar vervierfacht. Entsprechend optimistisch fiel der Ausblick auf das Gesamtjahr aus. Rieter strebt ein positives Konzernergebnis und in der Textil-Sparte angesichts der guten Auftragslage ein starkes Wachstum an. Dagegen wird der Umsatz in der Sparte Automotive im 2. Halbjahr währungsbedingt und wegen saisonaler Effekte zurückgehen. Der Gesamtumsatz soll aber deutlich steigen. Wir halten die Ziele für realistisch und haben unsere Umsatz- und Gewinnschätzungen für 2010 angehoben.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-02-15
2 Analyse vom 2009-08-17
3 Analyse vom 2009-02-16
4 Analyse vom 2008-08-11
5 Analyse vom 2008-02-11
6 Analyse vom 2007-08-14
7 Analyse vom 2007-02-13
8 Analyse vom 2006-08-14
9 Analyse vom 2006-02-14