E.ON Aktie
Analyse vom 2011-01-17
Noch läuft das Geschäft mit der Rüstung. In den ersten 9 Monaten steigerte Lockheed den Umsatz um 3,8%, im 3. Quartal sogar um 5,6% auf 11,4 Mrd $. Der Gewinn ging jedoch in beiden Zeiträumen zweistellig zurück. Grund sind Abfindungen von 178 Mio $ für die Entlassung von mehr als 600 Managern. Entsprechend wurde die Prognose für den Jahresgewinn von 7,15 bis 7,35 $ auf 6,75 bis 6,95 $ pro Aktie gesenkt. Auch der Umsatz wird mit 44,9 bis 45,9 Mrd $ rund 1 Mrd $ geringer ausfallen als bisher erwartet. Beim operativen Cashflow rechnet Lockheed unverändert mit rund 3,4 Mrd $. Im Rahmen des Joint-Fight-Striker-Programms hat Lockheed im November vom USVerteidigungsministerium einen weiteren 3,5 Mrd $ schweren Auftrag über die Lieferung von 31 Kampfflugzeugen des Typs F-35 erhalten. Die USA und 8 weitere Länder wollen in den kommenden 20 Jahren ihre Luftwaffe modernisieren und alte Modelle durch mehr als 3.000 F-35-Jets ersetzen. Allerdings sind aufgrund von Finanzierungsproblemen Auftragsstornierungen wahrscheinlich. Schon in den ersten 9 Monaten 2010 schrumpfte der Auftragsbestand um 8,7% auf 70,5 Mrd $. Lockheed erwartet im laufenden Jahr eine weitere Abschwächung der Auftragsentwicklung. Vor allem die Modelle F-16 und F-22 werden immer weniger nachgefragt. Zudem werden die Pensionslasten von 440 Mio auf über 1 Mrd $ hochschnellen. Insofern rechnen wir 2011 mit einem weiteren Gewinnrückgang.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-07-19
Lockheed musste im 1. Quartal wegen einer Sonderbelastung von 96 Mio $ einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz stieg dagegen leicht um 2,5%. Zuwächse gab es in den Sparten Luftfahrt und Informationssysteme. Die anderen Sparten stagnierten. Aufgrund des genannten Sondereffekts im Zusammenhang mit Leistungen zur Gesundheitsvorsorge für Pensionäre hat der Konzern seine Jahresgewinnprognose von 7,15 bis 7,35 $ auf 7,00 bis 7,20 $ pro Aktie gesenkt. Der Umsatz soll unverändert zwischen 46,25 und 47,25 Mrd $ liegen. Beim operativen Cashflow werden gut 3,3 Mrd $ erwartet. 2010 und 2011 profitiert Lockheed noch von den hohen Rüstungsausgaben der US-Regierung. Untermauert wird dies durch den jüngsten 5 Mrd $ schweren Langfristauftrag zur Ausrüstung von Spezialeinheiten. Zudem wird das Kampfjet-Programm F-35 Joint Fight Striker immer profitabler. Im kommenden Jahr ist daher ein Rekordgewinn pro Aktie nicht ausgeschlossen. Die Umsatz- und Gewinnentwicklung in den folgenden Jahren hängt vom Erfolg der F-35 ab. Neben den USA planen 8 Länder den Kauf von mehr als 3.000 Maschinen dieses Typs. Wert: 300 Mrd $. Acht weitere Länder denken ebenfalls darüber nach, ihre Luftwaffe mit der F-35 auszurüsten. Risiken sind mögliche Kürzungen in den Verteidigungsetats, die nicht nur die F-35, sondern auch das Transportflugzeug C-130J betreffen können. Lockheed muss daher auch für die C130J Abnehmer im Ausland finden. Aufträge erwartet der Konzern aus dem Nahen Osten und Asien.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
