Deutsche Bank Aktie
Analyse vom 2010-11-15
Die Deutsche Bank hat im 3. Quartal 2010 im Zusammenhang mit der geplanten PostbankÜbernahme durch die Neubewertung ihrer Beteiligung und der Pflichtwandelanleihe einen V erlust von 1,2 Mrd € erlitten. Ohne diese Sondereffekte wäre ein Gewinn von 1,1 Mrd € entstanden. Im Vorjahr fiel noch ein Gewinn von 1,4 Mrd € an. Im Oktober ist die Kapitalerhöhung mit einem Bruttoerlös über 10,2 Mrd € erfolgreich verlaufen. Die Deutsche Bank will damit ihre Kapitalbasis für künftige regulatorische Änderungen stärken und vor allem die Konsolidierung der Postbank finanzieren. Die Deutsche Bank strebt eine Mehrheitsbeteiligung bei der Postbank an und hat dafür ein öffentliches Übernahmeangebot gemacht. Der angebotene Preis an die Aktionäre in Höhe von 25 € je Aktie ist der gesetzlich vorgeschriebene Mindestbetrag. Darüber hinaus hält die Deutsche Post zwei große Aktienpakete, die per Pflichtwandelanleihe und per Option ab dem Jahr 2012 erworben werden sollen. Die Deutsche Bank will mit der Übernahme weitere Synergien heben, ihre Spitzenstellung im deutschen und europäischen Privatkundengeschäft stärken und ihre geschäftliche Diversifikation vorantreiben, um ihre Abhängigkeit vom Investmentbanking abzubauen. Die Postbank Gruppe verfügt über 14 Mio Kunden. Ihr geschäftlicher Schwerpunkt ist das Retailbanking mit Privatkunden.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-05-17
Die Deutsche Bank hat im 1. Quartal ihre operativen Erträge um ein Viertel auf 9 Mrd € kräftig gesteigert. Der V orsteuergewinn wuchs um über die Hälfte auf 2,8 Mrd €, das ist das zweitbeste Quartalsergebnis in der Firmengeschichte. Haupttreiber des Erfolgs war das Investmentbanking. In der Kernsparte Firmenkunden & Investment Bank konnte der Gewinn vor Steuern um drei Viertel auf den neuen Rekordwert von 2,7 Mrd € gesteigert werden. Damit ist fast der gesamte Bankengewinn in diesem Segment erwirtschaftet worden. Neben den rückläufigen negativen Marktwertanpassungen trug auch das Rekordergebnis im Handel mit Kreditprodukten zu deutlich höheren Erträgen bei. Das Geschäft in den Schwellenländern und mit Rohstoffen entwickelte sich solide. Im Geschäft mit Aktientiteln sind die Erträge im V ergleich zum Vorjahr fast vervierfacht worden. Hintergrund ist das verbesserte Marktumfeld im Aktienderivategeschäft und im klassischen Aktienhandelsgeschäft. Zudem hat der Bankkonzern seine Kreditrisikovorsorge auf 262 Mio € halbieren können. Die Deutsche Bank hat im globalen Anleihegeschäft ihren dritten Rang erfolgreich behaupten können. Im Geschäft mit Fusionen und Übernahmen wurde der Marktanteil insbesondere in Nord- und Südamerika erheblich verbessert. Josef Ackermann verwies auf die Ertragsstärke der Bank unter schwierigen ökonomischen Bedingungen. Im jüngsten Quartal konnte die Eigenkapitalrendite vor Steuern auf 30% verbessert werden. Die Zielgröße liegt bei 25%.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
