BMW Aktie
Analyse vom 2010-11-15
BMW hat seine erfolgreiche Geschäftsentwicklung im 3. Quartal mit einem Gewinn von 871 Mio € fortgesetzt. Der Umsatz stieg um 36% auf 15,9 Mrd €, in der Autosparte sogar um 40% auf 14,2 Mrd €. Der Absatz kletterte um 13% auf 366.190 Fahrzeuge. Ursächlich waren die anhaltend hohe Nachfrage, ein attraktiver Modellmix sowie die international starke Position. Auch die Initiativen zur Senkung der Materialkosten im Rahmen der Konzernstrategie Number One zeigten positive Wirkung: Die Autosparte konnte die operative Rendite auf 8,1% verbessern. Damit blieb der Konzern jedoch hinter den Konkurrenten Daimler und Audi zurück. Dennoch sind die Effizienzerfolge beachtlich und schaffen Raum zum Beispiel für Investitionen in die Entwicklung alternativer Antriebe. Unter anderem will BMW die Zusammenarbeit mit Peugeot im Bereich Hybridtechnik ausbauen. Die Jahresprognose wurde angehoben. In der Autosparte erwartet BMW jetzt eine operative Marge von mehr als 7%. Bisher wurden gut 5% in Aussicht gestellt. Nach 9 Monaten waren es 7,2%. Zudem will der Konzern den Absatz um mehr als 10% auf über 1,4 Mio Fahrzeuge steigern. In den ersten 9 Monaten verkaufte BMW schon 1,06 Mio Fahrzeuge. In diesem Wachstumstempo dürfte es im nächsten Jahr aber nicht weitergehen. In China wird die schon länger erwartete Abkühlung kommen und auch ein Abschwung auf dem US-Markt ist nicht auszuschließen. Dies würde BMW besonders hart treffen. Für 2012 lautet das Margenziel in der Autosparte unverändert 8 bis 10%.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
Analyse vom 2010-05-17
BMW ist auf fast allen Automärkten wieder auf Wachstumskurs und hat im 1. Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Der Konzern hat 8,1% mehr umgesetzt und ist wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Der Absatz stieg dank guter Verkäufe in China um 13,8% auf 315.614 Fahrzeuge. Die operative Marge lag im Konzern bei 3,6% und bei 2,7% im Autogeschäft. Weil die Nachfrage nach Premiumautos zunimmt und der Konzern Ende März den verkaufsstarken neuen 5er auf den Markt gebracht hat, ist das Management für den weiteren Jahresverlauf zwar optimistisch, legte sich aber nicht auf eine konkrete Prognose fest. Bekräftigt wurden aber schon früher genannte Ziele. BMW will wieder mehr als 1,3 Mio Fahrzeuge verkaufen und ein deutlich besseres V orsteuerergebnis erzielen. Auch das Profitabilitätsziel für 2012 lautet unverändert 8 bis 10% operative Marge in der Auto-Sparte. Der neue 5er soll dieses Jahr das Umsatzwachstum unterstützen. Helfen wird aber nur der Export. Denn in Deutschland und dem restlichen Europa dürfte die Marktschwäche anhalten. Vielversprechend ist China, wo BMW im Premiumsegment die Nummer 2 ist und dem Platzhirschen Audi Marktanteile abjagen will. Dort soll der Absatz dieses Jahr um mehr als 30% auf 120.000 Fahrzeuge steigen. Langfristig sieht der Konzern Potenzial für 300.000 Autos. Ein zweites Produktionswerk ist bereits im Bau. Ein Elektroauto will BMW bis 2013 auf den Markt bringen und die Batterien dafür selbst produzieren.
Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”
