OMV Aktie

Analyse vom

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”


Analyse vom 2011-04-05

Dank kräftig gestiegener Ölpreise und deutlich verbesserter Raffineriemargen hat OMV im letzten Jahr den Umsatz um 30,2% und den Gewinn um 61% gesteigert. Dabei hat ein schwächeres Finanzergebnis sogar noch gebremst. Denn durch die Übernahme der türkischen Petrol Ofisi hatte sich der Nettoverschuldungsgrad von 33 auf 46% erhöht. Das langfristig angepeilte Ziel von 30% ist damit in weite Ferne gerückt. OMV prüft jetzt Refinanzierungsmöglichkeiten. Dabei wird eine Kapitalerhöhung nicht ausgeschlossen. Diese könnte auch vor dem Hintergrund der jüngsten Übernahme des tunesischen Explorations- und Produktionsgeschäfts des US-Konzerns Pioneer Natural Resources notwendig werden. Die erworbenen Felder bieten zwar beträchtliches Potenzial und ergänzen die bestehenden Aktivitäten in Südtunesien, sind aber mit 840 Mio $ nicht billig. OMV erwartet in diesem Jahr Ölpreise zwischen 80 und 100 $ pro Barrel. Eine Ergebnisprognose gab der Konzern aber nicht ab, da noch keine Klarheit über den Produktionsausfall in Libyen herrscht. Libyen hat 2010 etwa 10% zur Gesamtproduktion von täglich 318.000 Barrel beigetragen. Zudem stammten zuletzt 21% des in Österreich weiterverarbeiteten Rohöls aus dem Wüstenstaat. Die Konsolidierung von Petrol Ofisi sollte die Ergebnisentwicklung aber stützen. Die Aktie ist wegen der Unsicherheiten in Libyen stark unter Druck geraten und wird gewissermaßen ex-Libyen gehandelt.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und “Die Aktien Analyse.”

ältere Analysen:

Nr. Erscheinungsdatum
1 Analyse vom 2010-10-04
2 Analyse vom 2010-04-06
3 Analyse vom 2009-10-05
4 Analyse vom 2009-04-06
5 Analyse vom 2008-04-07
6 Analyse vom 2007-10-02
7 Analyse vom 2007-04-03
8 Analyse vom 2006-10-02
9 Analyse vom 2006-04-04